Eine aktuelle Galaxy-Studie zeigt, dass der tatsächliche Wert von Bitcoin in Bezug auf die Kaufkraft von 2020 bei etwa 99.848 US-Dollar liegt und damit die wahre 100.000-Dollar-Marke verfehlt.
Dieser Kontrast widerlegt nicht den Anstieg des Bitcoin-Werts, sondern offenbart, wie die Inflation stillschweigend die Meilensteine der Fiat-Währungspreise umschreibt. Für diesen institutionell getriebenen Zyklus ist dieser Unterschied von großer praktischer Bedeutung.
Die Kernwirkung der Inflation ist, dass sie den realen Wert des Dollars verändert. Die Kaufkraft des Dollars ist in den letzten Jahren deutlich gesunken, und der aktuelle Nominalpreis muss mit 0,8 multipliziert werden, um in den Dollar von 2020 umgerechnet zu werden.
Das bedeutet, dass 100.000 US-Dollar im Jahr 2025 nur 80.000 US-Dollar aus dem Jahr 2020 entsprechen. Um die Kaufkraft von 100.000 US-Dollar im Jahr 2020 zu erreichen, müsste der Nominalpreis von Bitcoin nahe 125.000 US-Dollar liegen. Das Hoch dieses Zyklus liegt zufällig in dieser Region, was die Kontroverse verschärft.
Für Institutionen sind reale Renditen das zentrale Bewertungskriterium. Pensionsfonds und andere Institutionen interessieren sich nicht für nominale Preiserhöhungen, sondern für Renditen nach Abzug der Inflation. Dies ist auch eine unvermeidliche Prüfung für Bitcoin, um sich zu einem Makro-Asset weiterzuentwickeln.
Die derzeit chaotischen CPI-Daten erhöhen die Unsicherheit weiter. Im Jahr 2025 wird das Bureau of Labor Statistics die Veröffentlichung von CPI-Daten aufgrund von Finanzierungsunterbrechungen aussetzen, und verschiedene statistische Methoden führen zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen, was die Beurteilung des realen Werts komplizierter macht.
Marktreaktionen bestätigten diese Wertabweichung. Bitcoin fiel nach seinem Oktober-Hoch um 30 % stark, und das verwaltete Vermögen der US-Spot-Bitcoin-ETFs sank von einem Höchststand von 169,5 Milliarden US-Dollar am 6. Oktober auf 120,7 Milliarden US-Dollar am 4. Dezember.
On-Chain-Daten zeigen jedoch, dass die Grundlage solide bleibt: Der tatsächliche Marktwert von Bitcoin erreichte in diesem Jahr einen Rekordwert von 1,125 Billionen US-Dollar, was eine stärkere Basis langfristiger Halter widerspiegelt.
In die Zukunft blickend müssen drei Schlüsselbereiche berücksichtigt werden: Erstens werden Änderungen der Geldpolitik zu einer Rückkehr zum Nominalwert führen; zweitens wird hohe Inflation neue nominale Höchststände bedeutungslos machen, während steigende Realrenditen den Druck verschärfen; und drittens wird eine beschleunigte ETF-Nachfrage den Durchbruch des Widerstandslevels nach Inflationsbereinigung vorantreiben.
Citigroup prognostiziert für Bitcoin im Jahr 2026 einen Basisfallwert von 143.000 US-Dollar und einen optimistischen Fallwert von über 189.000 US-Dollar, wobei ETF-Mittelzuflüsse die Kernvariable bleiben.
Im Wesentlichen hat die Inflation die Fiat-Währungs-Meilensteine von Bitcoin zu beweglichen Zielen gemacht. Es ist ironisch, dass Bitcoin, oft als Inflationsschutz angesehen, seine ikonischen Fiat-Währungs-Meilensteine von der Inflation umgeschrieben sieht.
Das nächste Mal, wenn Bitcoin eine wichtige psychologische Marke erreicht, sollte sich der Markt nicht auf die Zahl selbst konzentrieren, sondern auf die tatsächliche Kaufkraft dahinter. Dies ist der Schlüssel, ob Bitcoin wirklich in eine neue Ära eintreten kann.
