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Der Vorsitzende der US CFTC klärt vier häufige Missverständnisse über unbefristete Futures-Kontrakte auf.

PANews berichtete am 16. Juni, dass Mike Selig, Vorsitzender der US-amerikanischen Commodity Futures Trading Commission (CFTC), auf der X-Plattform einen Artikel veröffentlichte, in dem er vier verbreitete Missverständnisse über Perpetual-Futures-Kontrakte klarstellte.

  • Missverständnis über „festes Ablaufdatum“: Einige argumentieren, dass die Definition eines „Futures-Kontrakts“ ein festes Ablauf- oder Lieferdatum erfordert und dass die unbestimmte Laufzeit von Perpetual-Kontrakten gegen die Absicht des Kongresses verstößt. Selig stellt klar, dass weder der Commodity Exchange Act noch die CFTC-Vorschriften eine klare Definition von „Futures-Kontrakt“ liefern oder ein festes Ablauf- oder Lieferdatum vorschreiben. Da der Kongress den Begriff nicht definiert hat, werden die Kriterien durch die Rechtsprechung und Ausschussinterpretationen bereitgestellt, die beide kein festes Ablaufdatum erfordern.
  • Missverständnis über „hohe Hebelwirkung“: Einige argumentieren, dass die CFTC mit der Genehmigung des BTCPERP-Kontrakts gegen eigene Regeln verstoßen habe, indem sie einen Futures-Kontrakt genehmigte, der es Amerikanern erlaubte, eine Hebelwirkung von bis zu 250-fach zu nutzen. Selig stellt klar, dass extreme Hebelwirkung seit der Einführung von Perpetual-Kontrakten ein Merkmal des Offshore-Handels ist und nicht der Kontraktstruktur selbst innewohnt. CFTC-regulierte Perpetual-Kontrakte unterliegen denselben Hebelgrenzen wie andere CFTC-regulierte Futures-Kontrakte.
  • Missverständnis über „öffentliche Kommentare“: Einige glauben, dass die CFTC der Branche keine Gelegenheit zur Teilnahme oder Meinungsäußerung gegeben habe. Selig stellt klar, dass die CFTC im April 2025 einen Entwurf zu „Perpetual-Kontrakten“ und „24/7-Handel“ zur öffentlichen Stellungnahme veröffentlichte und über 100 Kommentare von einer breiten Palette von Interessengruppen erhielt, darunter viele von der CFTC regulierte Registrierungsstellen.
  • Missverständnisse über „Funding Rates“: Einige argumentieren, dass Funding-Rate-Mechanismen einzigartige und unerschwinglich hohe Gebühren für Marktteilnehmer auferlegen und unethisches Marktverhalten fördern. Selig stellt klar, dass nach Berücksichtigung der Kosten für Eröffnung und Rollover von Kontrakten mit Ablaufdaten die annualisierten Kosten für das Halten vergleichbarer Positionen in Futures-Kontrakten mit Ablaufdaten in etwa denen von Perpetual-Kontrakten entsprechen. Funding-Rate-Mechanismen fördern keineswegs unethisches Verhalten, sondern dienen als Kontrollinstrument, um den Kontrakt an den zugrunde liegenden Kassamarkt zu binden.