BlockBeats News, 10. Februar: Während Bitcoin und US-Aktien eine Erholung verzeichneten, stieg der ETH-Preis wieder über 2.100 US-Dollar. Zuvor war ETH innerhalb von 9 Tagen um 43 % eingebrochen und hatte ein Tief von 1.750 US-Dollar erreicht, gefolgt von einer technischen Erholung von etwa 22 %. Mehrere Datenpunkte deuten jedoch darauf hin, dass der Markt gegenüber der kurzfristigen Entwicklung von ETH weiterhin vorsichtig bleibt.
Im Derivatemarkt beträgt die annualisierte Prämie für Zweimonats-Futures von ETH nur etwa 3 %, unterhalb des neutralen Niveaus von 5 %, was auf eine unzureichende Risikobereitschaft der Händler hindeutet, wobei Short-Positionen weiterhin dominieren. Selbst bei steigenden Preisen hat sich die Stimmung im Derivatemarkt im vergangenen Monat nicht wesentlich verbessert.
Aus on-chain- und fundamentaler Perspektive hat ETH seit 2026 etwa 9 % schlechter abgeschnitten als der gesamte Kryptomarkt, was Fragen zu den Kapitalströmen aufwirft. Bei TVL und Gebühreneinnahmen behauptet Ethereum jedoch weiterhin eine absolute Führungsposition: Sein Mainnet macht 58 % des Branchen-TVLs aus, und zusammen mit Base, Arbitrum und Optimism übersteigt der Anteil 65 %.
Auch Probleme sind jedoch offensichtlich. Aufgrund einer Verlangsamung der On-Chain-Aktivität konnte Ethereum die Deflation nicht aufrechterhalten. Die annualisierte Angebotswachstumsrate von ETH ist in den letzten 30 Tagen auf 0,8 % gestiegen, deutlich höher als das Niveau von nahezu 0 % vor einem Jahr. Gleichzeitig nehmen die Bedenken hinsichtlich Layer2-Subventionen und Sicherheit weiter zu. Vitalik Buterin erklärte kürzlich direkt, dass die Skalierung des Mainnets erneut betont werden sollte, und räumte ein, dass einige derzeitige L2-Lösungen bei Dezentralisierung und Sicherheit noch nicht ausreichend sind.
Analysen deuten darauf hin, dass angesichts zunehmender Unsicherheit auf dem US-Arbeitsmarkt und Zweifeln an der Nachhaltigkeit von Investitionen in KI-Infrastruktur die allgemeine Risikobereitschaft schwach bleibt. Die Trägheit im Derivatemarkt spiegelt das mangelnde Vertrauen der Anleger wider, dass ETH kurzfristig eine nachhaltige Trendwende bilden kann. Ob eine phasenweise Bodenbildung bestätigt wurde, erfordert noch mehr Zeit und Daten zur Validierung.
