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Kalshi-Verbotsantrag abgelehnt, US-Richter entscheidet: Vorhersagemärkte nicht von staatlichen Glücksspielgesetzen ausgenommen

BlockBeats News, 11. März: Die Vorsitzende Richterin Sarah D. Morrison des US-Bezirksgerichts für den südlichen Bezirk von Ohio entschied, dass es keine historischen Belege dafür gebe, dass der US-Kongress beabsichtigt habe, dass Bundesrecht die Sportwettenregulierung der Bundesstaaten verdränge, und wies dementsprechend den Antrag auf eine einstweilige Verfügung zurück, den die Vorhersagemarktplattform Kalshi gestellt hatte.

Kalshi hatte zuvor die Ohio Casino Control Commission verklagt, um zu verhindern, dass diese aufgrund der staatlichen Glücksspielgesetze Durchsetzungsmaßnahmen gegen die Ereigniskontrakte der Plattform ergreift. Im vergangenen Jahr hatte die Aufsichtsbehörde Kalshi beschuldigt, in Ohio illegale Sportwetten zu betreiben.

Kalshi argumentierte, dass seine Ereigniskontrakte derivativen Handel darstellen, der unter dem Warenbörsengesetz (Commodity Exchange Act) reguliert wird, welches in die Zuständigkeit der US-amerikanischen CFTC fällt, und dass daher die Bundesregulierung die staatlichen Glücksspielgesetze verdrängen sollte.

Die Richterin stellte jedoch fest, dass aus historischem und gesetzgeberischem Kontext keine Belege dafür vorlägen, dass der Kongress beabsichtigt habe, dass das Gesetz die Sportwettenregulierung der Bundesstaaten außer Kraft setze. Sie verwies darauf, dass Sportwetten im Jahr 2010, als der Dodd-Frank Act die relevanten Gesetze änderte, in den Vereinigten Staaten noch weitgehend eingeschränkt waren.

Kalshi kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Der Fall wird als bedeutender Test für den rechtlichen Status von Vorhersagemärkten angesehen, und sein Ausgang könnte die Compliance-Perspektiven anderer Vorhersageplattformen, einschließlich Polymarket, in den USA künftig beeinflussen.