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Coinbase äußert sich gegen Senats-Kryptogesetz, könnte Gesetzgebungsprozess beeinflussen

BlockBeats News, 15. Januar: Coinbase-CEO Brian Armstrong erklärte, dass Coinbase die aktuelle Version des Gesetzesentwurfs nicht unterstützen wird, bevor der Senatsbankenausschuss eine umfassende Kryptowährungsgesetzgebung überarbeitet und darüber abstimmt. Armstrong postete auf der X-Plattform, dass er zwar die Bemühungen der Senatoren zur Förderung eines parteiübergreifenden Konsenses schätze, der Entwurf jedoch „schlechter als der derzeitige Regulierungsstatus“ sei und „es besser sei, kein Gesetz zu haben als ein schlechtes Gesetz.“

Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, die Zuständigkeitsgrenzen zwischen der US Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und der Securities and Exchange Commission (SEC) bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte zu klären, zu definieren, wann digitale Vermögenswerte Wertpapiere oder Rohstoffe sind, und neue Offenlegungspflichten einzuführen. Der Senatsbankenausschuss plant, am Donnerstagmorgen eine Anhörung und Abstimmung über den Gesetzesentwurf abzuhalten.

Armstrong wies darauf hin, dass der Gesetzesentwurf erhebliche Probleme in Bezug auf DeFi, Stablecoin-Renditen und andere Aspekte aufweist, wobei einige Bestimmungen der Regierung möglicherweise „unbegrenzten Zugriff auf persönliche Finanzunterlagen“ gewähren, die Privatsphäre der Nutzer untergraben, während verwandte Änderungen „Belohnungsmechanismen für Stablecoins ersticken“ könnten. Er kritisierte auch, dass der Entwurf die Befugnisse der CFTC schwäche und sie in der Regulierung der SEC unterordne, was der Brancheninnovation schade.

Insider bemerkten, dass Coinbases öffentlicher Widerstand „symbolische Bedeutung“ habe und das endgültige Ergebnis des Gesetzesentwurfs beeinflussen könnte. Das Thema Stablecoin-Renditen ist zu einem zentralen Streitpunkt geworden, wobei Bankengruppen befürchten, dass verwandte Mechanismen Einlagen abfließen lassen und Gemeinschaftsbanken beeinträchtigen würden, während die Krypto-Branche Banken beschuldigt, den Wettbewerb einschränken zu wollen.

Trotzdem unterstützen einige Brancheninstitutionen weiterhin die Vorantreibung der Gesetzgebung. Cody Carbone, CEO der Digital Chamber of Commerce, erklärte, sie würden weiterhin darauf hinarbeiten, dass der Gesetzesentwurf bis 2026 Gesetz wird; Ripple-CEO Brad Garlinghouse äußerte ebenfalls Optimismus, dass Unterschiede durch Überarbeitungen gelöst werden könnten.