DeepFlow TechFlow Nachrichten, 29. Juni – wie von The Block berichtet, stellt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in ihrem Wirtschaftsbericht 2026 fest, dass aktuelle Stablecoins die monetären Standards in vier wesentlichen Dimensionen nicht erfüllen: Einheitlichkeit, Widerstandsfähigkeit, Interoperabilität und Integrität. Ihr Betriebsmodell ähnelt eher ETFs als Zahlungsinstrumenten. Der Bericht schätzt, dass selbst bei einer Ausweitung der Marktkapitalisierung von Stablecoins auf 1 bis 3 Billionen US-Dollar der Nettoeffekt auf die Wirtschaftsleistung leicht negativ bliebe, während gleichzeitig der Druck auf die Bankenfinanzierung zunimmt und die Kreditfähigkeit geschwächt wird.
Die BIZ warnt zudem, dass Schwellenländer einem Risiko der „Stablecoin-Dollarisierung“ ausgesetzt sind, das ihre geldpolitische Souveränität untergraben könnte. Der Bericht empfiehlt eine Verankerung an Zentralbankgeld und den Aufbau eines alternativen Rahmens – eines „einheitlichen Hauptbuchs“, das tokenisierte Zentralbankreserven und kommerzielles Bankgeld umfasst – und verweist auf das grenzüberschreitende Zahlungsprototyp-Projekt Agora als Machbarkeitsnachweis.
